Dual Charger

Zeitvorteil beim Laden mit Drehstrom

Das Laden eines europäischen Tesla Model S an einer haushaltsüblichen 230-Volt-Steckdose ist immer möglich, aber es stellt natürlich auch die langsamste Option dar, da hier nur mit 2,3 kW geladen werden kann.

Jedes europäische Model S kann aber auch über einen 16-Ampere-Drehstromanschluss („CEE – 16A – dreiphasig“) mit einer Leistung von 11 kW geladen werden. Das entspricht einer Ladezeit von 0 auf 100% von ca. 8 Stunden für einen 85 kWh-Akku.

Der von Tesla mitgelieferte „mobile connector“ erlaubt mit seinen zwei Adaptern sowohl das Laden an 230 Volt als auch dreiphasig mit 16A/ 400 Volt.

Optional konnte man bis Anfang 2016 gegen Aufpreis von ca. 2000,- Euro einen „dual charger“ ordern, der das Laden an einem 32A-Drehstromanschluss („CEE – 32A – dreiphasig“) mit 22 kW ermöglichte. Damit reduziert sich im genannten Beispiel die Voll-Ladezeit auf 4 Stunden. Dazu ist aber auch ein anderes Kabel mit einem größeren Querschnitt und einem anderen Stecker notwendig.  Tesla selbst bietet eine solche Lösung nicht an, Drittanbieter wie NRGkick oder JUICE BOOSTER bieten Ladegeräte mit Typ2-Steckertyp an, die zu Preisen von 949 bzw. 999 Euro erhältlich sind.

Bild: Tesla Mobile Connector | greenspeed.de
Bild: Tesla Mobile Connector | greenspeed.de

Der im Lieferumfang enthaltene Tesla Mobile Connector unterstützt nur das Laden mit maximal 16A (11kW, bei Verwendung des roten Adapters) – laden mit 32A (22 kW) ist nicht möglich. Auch bei den neueren Modellen mit „Hochstrom-Ladegerät“ ist das Laden auf 16,5 kW begrenzt.

Beim Laden am Tesla-Supercharger (mit Gleichstrom!) bringt der dual charger keinen Vorteil. Lediglich unterwegs an Ladestationen von Drittanbietern, die 32-Ampere Wechselstrom anbieten, kann ein Tesla mittels dual charger in der Hälfte der Zeit geladen werden. Auch zuhause ist das Laden an einem 32A-Drehstromanschluss (falls vorhanden) möglich, jedoch stellt sich die Frage, ob es wirklich jemals notwendig sein wird, seinen eigenen Tesla von 0 auf 100% in 4 Stunden zu laden. In den seltensten Fällen wird man seinen Wagen unter 10% leerfahren und über 90% aufladen wollen. 80% zu laden würde ohne dual charger knappe sechseinhalb Stunden in Anspruch nehmen, was über Nacht wohl schnell genug sein sollte.

Im Zuge der Modellüberarbeitung (Facelift) des Model S Anfang 2016 wurde der dual charger aus dem Programm genommen. Stattdessen gibt es nun ein optionales „Hochstrom-Ladegerät“ zum Aufpreis von 1700,- Euro, das eine Ladeleistung von nur noch 16,5 kW zulässt.